Aktuelle forstliche Themen im Überblick
Jahresbericht der Bayerischen Forstverwaltung
Zoombild vorhanden
Jahresbericht 2010 (Bild: StMELF)
Jahresbericht 2010
Waldbewirtschaftung und Forstwirtschaft - braucht's das heute noch? Wäre es nicht besser, die Wälder einfach sich selbst zu überlassen? Solche Aussagen hört man immer wieder von Menschen, die keinen Bezug zur Naturnutzung haben. Vielleicht scheinen andere Lebensbereiche manchmal "cooler" und auf den ersten Blick eher "angesagt". Aber "von gestern" oder "entbehrlich" sind die Waldbewirtschaftung und die Forstwirtschaft nicht. Ganz im Gegenteil: Wenn wir an wichtige Zukunftsthemen denken, wie die Sicherung der Lebensgrundlagen, die Stärkung des ländlichen Raums, die Anpassung an den Klimawandel, den Schutz der Biodiversität oder die Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbarer Energie, sind Wald und Forstwirtschaft ganz vorne dabei und wichtiger denn je! Hier ist auch der Begriff Nachhaltigkeit kein Schlagwort, sondern ureigenste inhaltliche Zielsetzung.
Gegen Hochwasser, Steinschlag, Erosion und Lawinen helfen gepflegte, stabile Wälder. Arbeitsplätze und Einkommen - vor allem im ländlichen Raum - sichert die aktive Waldbewirtschaftung. Die Produktion des ökologisch und wirtschaftlich wertvollen Rohstoffs Holz mit seiner unschlagbaren Energieeffizienz ist Zukunftsvorsorge pur. Kohlendioxid einsparen und speichern wird mit Holznutzung möglich. Seltene Tiere und Pflanzen finden in naturnah bewirtschafteten Wäldern optimale Lebensräume.
Für eine aktive Waldbewirtschaftung und Forstwirtschaft braucht es in erster Linie Menschen. Menschen, die sich mit Beharrlichkeit und ganzer Kraft für die Belange des Waldes und seiner Besitzer einsetzen. In Bayern haben wir eine ganze Reihe solcher Menschen, die gemeinsam an einem Strang ziehen: in den forstlichen Verbänden, Vereinen und Selbsthilfeeinrichtungen, bei den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung. Dass die Forstwirtschaft im Freistaat gut dasteht und ihre Bedeutung wächst, ist ein gemeinsamer Erfolg.
Weitere Jahresberichte
Jahresbericht 2009
Bayerische Waldbesitzer und Forstbetriebe sind wichtige Bestandteile der Urproduktion. Gleichzeitig erbringen sie vielfältige "kostenlose" Leistungen für die Gesellschaft. Wie andere Wirtschaftszweige sind sie auf wirtschaftliche Erfolge und Investitionen in die Zukunft angewiesen. Im Geschäftsmodell "Nachhaltige Forstwirtschaft" sind langfristig angelegte Investitionen nicht nur die Grundvoraussetzung für betriebliche Optimierungsprozesse, sondern auch eine unabdingbare Voraussetzung für eine anhaltende Leistungsfähigkeit der vielseitigen "Produktionsstätte Wald". Dies gilt auch und gerade in schwierigen wirtschaftlichen Situationen und in Zeiten klimatischer Änderungen.
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Jahresbericht 2008
Den Wäldern im Freistaat kommt angesichts des Klimawandels und knapper werdender Rohstoffe eine wichtige Rolle bei einer langfristigen und nachhaltigen Daseinsvorsorge für unsere bayerische Heimat zu. Gleichzeitig ist der Sektor Forst-, Holz- und Papierwirtschaft ein Wirtschaftsfaktor mit erheblicher Bedeutung, insbesondere für den ländlichen Raum. Das wird gerade angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besonders deutlich. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir die Wälder für die veränderten Klimabedingungen fit machen. Hierzu haben wir bereits 2007 den Waldumbau im Klimaprogramm Bayern 2020 der Bayerischen Staatsregierung verankert. Die begonnenen Maßnahmen waren bereits sehr erfolgreich. So konnte 2008 die Umbaufläche gegenüber dem Vorjahr um rund 70 Prozent gesteigert werden. Knapp 7.000 Hektar Wald wurden in laubholzreiche, zukunftsfähige Mischwälder umgewandelt.
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Jahresbericht 2007
Der Orkan Kyrill bildete den unheilvollen Höhepunkt der überdurchschnittlichen Wintersturmsaison 2006/07. Am Nachmittag und Abend des 18. Januar tobten in ganz Deutschland flächendeckend und lang anhaltend Windböen mit Spitzengeschwindigkeiten über 100 km/h. In weiten Teilen erreichten sie über 120 km/h. Die Schadensschwerpunkte lagen im Westen und der Mitte Deutschlands, aber auch in Bayern fielen 4 Millionen Festmeter Sturmholz an.
Während sich alle Beteiligten - Waldbesitzer, Unternehmer, holzverarbeitendes Gewerbe und nicht zuletzt die vielerorts koordinierenden und unterstützenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstverwaltung – bemühten, das Schadholz zügig aus dem Wald zu bringen, machte sich bereits das nächste Witterungsextrem bemerkbar. Auf den milden und niederschlagsarmen Winter folgte ein trockenes Frühjahr. Verstärkt durch mancherorts noch nicht aufgearbeitetes Kyrill-Holz drohte eine Borkenkäfermassenvermehrung, landesweit herrschte eine ungewöhnlich hohe Waldbrandgefahr.
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Jahresbericht 2006
Die positive Entwicklung auf dem Holzmarkt hat im Jahr 2006 der Forstwirtschaft in Bayern wichtige Impulse gegeben. Mit steigenden Holzpreisen und einer immensen Nachfrage auf dem Energieholzsektor ist für die Waldbesitzer die Nutzung ihrer Wälder wieder attraktiv geworden. Und das war und ist auch dringend notwendig. Denn die Forstwirtschaft steht in den nächsten Jahrzehnten vor großen Herausforderungen. Eine der wichtigsten davon ist der Klimawandel.
Nach dem einhelligen Schluss der Experten wird sich der Klimawandel vor allem auf unsere Wälder gravierend auswirken. In Bayern trifft es besonders die flach wurzelnde Fichte. Auf über einer Million Hektar ist sie bisher der "Brotbaum" der bayerischen Waldbesitzer. Häufigere Stürme und großflächige Borkenkäferschäden führen zu Preisverfall und Qualitätseinbußen der Hölzer und letztlich zu Ertragsminderungen. Nach vorsichtigen Berechnungen liegen diese künftig bei bis zu 250 Millionen Euro pro Jahr. Noch dramatischer sieht die Situation im Gebirge aus. Hier geht es um den Erhalt, die Pflege und, wo nötig, die Sanierung der lebenswichtigen Schutzwälder.
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Jahresbericht 2005
Das Jahr 2005 war für die Forstwirtschaft in Bayern ein Jahr grundlegender Weichenstellungen. Zum 1. Juli ist die Forstverwaltungsreform in Kraft getreten, die umfassendste Reform, die die Forstverwaltung in ihrer über 250-jährigen Geschichte vollzogen hat.
Wir haben aus einer dreistufigen Verwaltung eine zweistufige gemacht, haben vier Forstdirektionen aufgelöst und haben den Staatswald einem eigenständigen Unternehmen mit landesweit 41 Betriebsstellen übertragen. Die 127 staatlichen Forstämter sind mit den Landwirtschaftsämtern zu 47 Ämtern für Landwirtschaft und Forsten verschmolzen. Das waren gravierende Änderungen, die dem Personal viel abverlangt haben. Gerade in der Startphase war eine Fülle von Aufgaben zu bewältigen. Alle Mitarbeiter waren gefordert sich grundlegenden organisatorischen Veränderungen zu stellen. In intensiven Workshops wurden bisherige Arbeitsabläufe analysiert und neue Strukturen und Prozesse festgelegt. Gesetze und Verordnungen mussten angepasst oder neu geschaffen werden, umfangreiche Anhörungs- und Abstimmungsverfahren waren mit engem Zeitplan zu bewältigen.
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